Deutscher Billard-Sportverband (DBSV)



Deutscher Billard-Sportverband

Deutscher Billard Sport-Verband der DDR (DBSV) 1947–1990

Am 3. Dezember 1949 wurde in Jena ein erster DDR-Verband, die „Sektion Billard“, gegründet. Ziel war die Ausrichtung von Meisterschaften und Mannschaftswettbewerben in der sowjetischen Besatzungszone. Anfangs wurde auf „kleinen Billards“, ab 1955 auf Matchbillards gespielt. 
Am 13. April 1958 erfolgte in Leipzig die Umbenennung bzw. Gründung des „Deutschen Billard Sport-Verbands“ (DBSV) und die Aufnahme in die CEB.
1984 hatte der DBSV 9.405 Mitglieder.

Am 8. Dezember 1990 fanden die ehemaligen Mitglieder mit ihren neuen Landesverbänden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen Aufnahme beim DBB, inklusive der in Sachsen typischen Karambolagevariante. Aufgrund der neuen finanziellen Situation – zu DDR-Zeiten waren viele Vereine größeren Wirtschaftsbetrieben angegliedert gewesen – überforderte das Budget die meisten Vereine, sodass vielerorts die Vereinsauflösung die Folge war.

Während ihrer Bestandszeit organisierte sie unter anderem die DDR Dreiband-Meisterschaft.

Die DDR-Dreiband-Meisterschaft war eine nationale Turnierserie in der Karambolagedisziplin . Sie wurde vom ehemaligen Karambolage-Dachverband der DDR Deutscher Billard Sport-Verband (DBSV, 1947–1990) ausgerichtet, erstmals 1956 ausgetragen und von 1963 bis 1990 im jährlichen Turnus veranstaltet.
Zu DDR-Zeiten wurden insgesamt 30 Dreiband-Meisterschaften abgehalten, die erste fand 1956 statt, dann 1960 und ab 1963 jährlich bis zur Vereinigung der DBSV mit der Deutschen Billard-Union (DBU) 1990.

Bis auf 1970, wo man eine Gruppenrunde (2 × 4) spielte, fanden alle Turniere im Round Robin Modus (Jeder gegen Jeden) statt. Standard waren Partien von 50 bzw. 60 Punkten. Ausnahmen bildeten hier die Turniere von 1983 und 1984, als der DBSV ein Satzsystem nach BRD-Vorbild auf 20 Punkte mit Nachstoß versuchte. Bei der letzten Meisterschaft 1990 ging es nur noch über zwei Gewinnsätze (Best of 3) zu je 10 Punkten ohne Nachstoß. Gespielt wurde ohne Aufnahmebegrenzung, Ausnahmen waren die Jahre 1986 bis 1989 (100 Aufnahmen).

Materialbedingt war die Spielstärke der Akteure unter dem internationalen Durchschnitt geblieben. Damit und in Hinsicht auf das politische System wurden keine Spieler zur Teilnahme an Welt- oder Europameisterschaften entsandt.